Bitteres Wochenende für die Erste Herren

Herber Rückschlag für die ersten Herren

Am vergangenen Wochenende waren die ersten Herren der HC Köln-West Rheinos gleich zweimal gefordert. Am Samstag waren sie in ihrem ersten Spiel bei den Crefelder Skating Bears in der Arena Horkesgath zu Gast und am Sonntag im zweiten Spiel bei den Bissendorfer Panthern in der Wedemark-Halle. Ziel war es sich gegen die direkten Konkurrenten zu behaupten und punktetechnisch abzusetzen, um  einen Playoff Platz zu verteidigen. Bei hoch sommerlichen Temperaturen war klar, dass dies kein Zuckerschlecken wird.

Das Spiel gegen die Skating Bears begann zunächst gut für die Rheinos. Gegen die offensivstarken Bären war es das Ziel defensiv gut zu stehen, wenig zuzulassen und durch Konter gefährlich zu werden. Dieser Game Plan ging zunächst gut auf. Zwar gingen die Krefelder zunächst mit 1:0 in Führung, doch die Rheinos konnten ihre Chancen konsequent nutzen und das Spiel auf 1:3 drehen. Mit diesem Ergebnis ging es in die erste Drittelpause.

Auch im zweiten Drittel zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Die Rheinos ließen hinten wenig zu und verteidigten geschlossen. Nach vorne hin konnten sie einzelne Nadelstiche setzen. Mitte des zweiten Drittels kam es dann zu einem mit spielentscheidenden Vorfall. Die Anzeigetafel der Krefelder hatte mehrere Ausfälle vorzuweisen und die Zeitnehmer an der Uhr hatten mehrere Male die Zeit zu früh gestoppt oder die Uhr bei Unterbrechung weiterlaufen lassen. Nach einer hitzigen Debatte darüber, wie viele Sekunden die Uhr stehen geblieben war, erhielten die Rheinos aufgrund der zu engagierten Diskussion ihres Trainers zwei Bankstrafen und spielten vier Minuten in Unterzahl. Bei Temperaturen von über 30 Grad war dies sicherlich ein Knackpunkt im Spiel. Die Rheinos ließen sich jedoch nicht unterkriegen und kassierten lediglich ein Tor in der Unterzahl, sodass es mit 2:3 weiterging. Trotzdem kam es zu einem merklichen Bruch im Spiel der Rheinos. Im Anschluss konnten die Rheinos zwar auf 2:4 erhöhen. Allerdings kamen die Krefelder zum erneuten Anschlusstreffer und es ging mit einem 3:4 in die zweite Pause.

Im letzten Drittel machte sich die hohe Belastung immer mehr spürbar. Die Rheinos konnten an ihre Leistung aus den ersten beiden Dritteln nicht mehr anknüpfen und ließen immer mehr Chancen der Krefelder zu, welche die Oberhand gewinnen konnten. Sinnbildlich dafür waren drei eins auf null Chancen der Krefelder, die nicht dem Defensivanspruch der Rheinos genügen. In der Folge konnten die Bären die Partie auf 4:7 drehen und die Rheinos standen vor einer Mammutaufgabe.  Kurz vor Schluss erhielten die Krefelder nach einem harten Einsteigen eine fünfminütige Strafe und die Rheinos zogen noch einmal den Goalie. In der fünf gegen drei Überzahl konnten sie dann den 5:7 Anschlusstreffer erzielen. Dieser reichte jedoch nicht mehr aus und die Krefelder konnten ein Empty Net Goal zum 5:8 Entstand verwandeln.

Am Sonntag reisten die HC Köln-West Rheinos dann trotz der Niederlage am Vortag mit großer Euphorie nach Bissendorf. Gegen den letztjährigen Halbfinalisten konnte schon die erste Partie der Saison gewonnen werden. Doch am Sonntag machte sich das Spiel des Vortags deutlich bemerkbar. Die Rheinos fanden zunächst gar nicht in Spiel und konnten ihre Qualitäten nicht auf den Platz bringen. Von der sonst so starken Defensivleistung der Rheinos war wenig zu sehen und auch nach vorne waren die Rheinos zu Beginn ideenlos. Nachdem die Bissendorfer mit 1:0 in Führung gehen konnten, konnten die Rheinos zwar schnell den Ausgleich erzielen. Allerdings dauerte es nicht lange bis die Bissendorfer erneut in Führung gehen konnten und sogar in der letzten Minute vor Drittelende auf 1:3 stellen konnten.

Doch die Rheinos wären nicht die Rheinos, wenn sie sich nicht zurück kämpfen würden. Das zweite Drittel begann zunächst wieder mit deutlichen Vorteilen für die Panther, welche bis auf 2:5 erhöhen konnten. Doch die Rheinos konnten sich bis auf ein 4:5 herankämpfen, sodass es mit einem Rückstand ins letzte Drittel ging.

Im letzten Drittel konnten die Rheinos zwei Tore in Unterzahl erzielen und dadurch erstmalig  in Führung gehen. Bis drei Minuten vor Schluss führten die Rheinos dadurch mit 5:6. Doch wie so oft sollte man den Tag niemals vor dem Abend loben und die Panther konnten innerhalb dieser drei Minuten die Partie wieder drehen und mit 6:7 in Führung gehen. In der letzten Minute zogen die Rheinos dann ihren Goalie und warfen noch einmal alles nach vorne. Doch leider vergeblich, sodass die Rheinos sich den Panthern mit 6:7 geschlagen geben mussten.

Alles in allem ein sehr bitteres Wochenende für die Rheinos, welche sich etwas ganz anderes vorgenommen hatten. Die beiden Konkurrenten konnten die Rheinos in der Tabelle überholen, welche jetzt im Kampf um die Playoffs in einer deutlich schlechteren Position stehen. Wie so oft konnten die Rheinos ihre Führung im letzten Drittel nicht über die Zeit bringen. In allen fünf Partien der Rheinos in dieser Saison, die ins Penaltyschießen gingen, hatten sie ebenfalls im letzten Drittel noch geführt. Ebenso bei der Niederlage in Duisburg. Anstatt mit 26 Punkten stehen die Rheinos somit nach wie vor mit 17 Punkten da und müssen in den nächsten Spielen unbedingt punkten, um die Playoffs zu sichern. Trotzdem gibt es einen Lichtblick: Egal gegen welchen Gegner, die Rheinos haben bisher immer gezeigt, dass sie durch ihren Kampfeswillen und Einsatz auf dem Platz mithalten können und in Schlagdistanz sind. In den nächsten Spielen gilt es eben dies endlich wieder in Punkte umzumünzen und die individuellen Fehler abzustellen.